Neues aus dem Stiftsarchiv.

16.09.22

Forschungsarbeit nach fast 100 Jahren erstmals publiziert.

Das Archiv der Erzabtei St. Peter verfügt über sehr frühe Urbare. Die ältesten Grundbücher stammen aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, einer Zeit, in der die frühmittelalterlichen Hofverbände (Villikation) einem grundlegenden Wandel unterworfen waren. Neben den wirtschaftsgeschichtlichen Aspekten sind diese Quellen auch für die Ortsnamenkunde von Interesse.

Der Benediktiner und Kirchenhistoriker Maurus Schellhorn (1888-1973) verfasste über die drei ältesten Urbare am Österreichischen Institut für Geschichtsforschung eine Qualifikationsarbeit. Diese Arbeit, die 1927 mit Bestnote bewertet wurde, wurde allerdings nie publiziert, obwohl dies durch seinen Autor nachweislich geplant war.

Die nahezu unbekannte Arbeit wurde durch das Archiv der Erzabtei St. Peter nun erstmals in einer kommentierten Version herausgegeben und mit einem Register erschlossen. Die Edition ist im jüngsten Jahresband der „Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige“ enthalten und kann über den EOS-Verlag St. Ottilien bezogen werden.

Dr. Gerald Hirtner